KAPITALSPRITZE FÜR POWERCLOUD

Achern/München (energate) – Der IT-Dienstleister Powercloud holt sich einen neuen Gesellschafter an Bord. Der US-Investor General Atlantic habe einen Minderheitsanteil erworben, teilte das Unternehmen mit. Über die finanziellen Einzelheiten des Deals sei Stillschweigen vereinbart. Wie energate erfuhr, soll sich das Investitionsvolumen im dreistelligen Millionenbereich bewegen. „Wir haben uns in der Vergangenheit mit unser cloudbasierten Software-as-a-Service-Lösung eine gute Position im Energiemarkt erarbeitet, jetzt wollen wir mit frischem Kapital unser Wachstum beschleunigen“, erklärte Gründer und Geschäftsführer Marco Beicht im Gespräch mit energate. 

Neue Marktrollen und Märkte im Fokus

Powercloud werde etwa den Vertrieb ausbauen und wolle künftig stärker auch mittlere und kleinere Stadtwerke ansprechen, kündigte Beicht an. Zudem will der Dienstleister seine Lösungen künftig auch für andere Marktrollen als den Lieferanten maßschneidern, etwa den Netzbetreiber. „Und wir werden neue ausländische Märkte mit Fokus Europa erschließen“, so Beicht weiter. Im Zuge des Einstiegs von General Atlantic wurde auch bekannt, dass die Technische Werke Ludwigshafen (TWL) ihre Beteiligung an Powercloud aufgegeben haben. Zu den Gründen hat sich der Versorger bislang nicht geäußert. Seit 2017 hielten die TWL einen Anteil von 25,1 Prozent (energate berichtete). Mehrheitseigner an der Powercloud GmbH ist weiterhin Gründer Beicht über eine Beteiligungsgesellschaft. 

Das Jungunternehmen bietet Energieversorgern cloud-basierte Software-as-a-Service-Lösung, die sämtliche Anforderungen der Marktrolle Lieferant abbildet. Damit hat das Unternehmen sich in der Vergangenheit zu einem ernstzunehmenden Mitbewerber für den bisherigen Platzhirsch SAP entwickelt. Inzwischen haben etwa Branchengrößen wie Eon und EnBW ihre Systeme auf Powercloud umgestellt. „Wir haben eine gute Chance, den Marktführer abzulösen“, gab sich Beicht optimistisch. Als Vorteile von General Atlantic gegenüber anderen Investoren, die ebenfalls Interesse an einem Einstieg bei Powercloud bekundet hatten, führte Beicht zwei Faktoren an: Zum einen die langfristige Perspektive der Partnerschaft, zum anderen die volle unternehmerische Freiheit, die weiter bei Powercloud verbleiben soll. /rb

Auszug aus: https://www.energate-messenger.de/news/188828/kapitalspritze-fuer-powercloud, geschrieben von: Rouben Bathke (energate), vom 11.12.2019

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